An der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert entfaltete das in Soglio seit dem Jahr 1300 bezeugte Geschlecht der Salis eine rege Bautätigkeit, welche das vorwiegend kleinbäuerlich strukturierte Bergdorf massgeblich veränderte. In ortsbaulich prädestinierter Lage entstanden – meist unter Verwendung älterer Grundmauern – mehrere Palazzi nach italienischem Vorbild, samt zahlreichen Wirtschaftsbauten und hangseitig angelegten Gärten.
Den Auftakt zu dieser Bauwelle bildete die winkelförmige Anlage der «Casa Rodolfo» und des Pferdestalles («Stallazzo») mit vorgelagertem Hof in den Jahren 1694 bis 1697. Als Auftraggeber sind die Brüder Rudolf, Friedrich Anton und Andreas von Salis überliefert.